Schriftgröße:
Als Favorit hinzufügen   Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

AWO SH : Mobile Impfteams für alternative Wohnpflegeformen.

08.01.2021

AWO in Schleswig Holstein fordert mobile Impfteams für alternative Wohnpflegeformen

 

 


 

Trotz teils hoher Pflegebedürftigkeit sind Mieter*innen in ambulanten Wohnpflegeformen in der aktuellen Impfregelung nicht berücksichtigt worden

 

 

Die AWO Schleswig-Holstein kritisiert die aktuelle Regelung für Impftermine für über 80-Jährige, die zurzeit in alternativen, ambulanten Wohnpflegeformen leben. „Die Regelung des Landes zu den mobilen Impfteams berücksichtigt nur die stationären Pflegeeinrichtungen und nicht die über 80-Jährigen, die beispielsweise in einem Servicehaus in einer eignen Wohnung mit ambulanter Pflege leben. Die Mieter*innen müssen sich hier selbst um einen Impftermin kümmern, obwohl Sie oftmals direkt neben einer stationären Einrichtung wohnen und teils schwer pflegebedürftig sind. Hier muss dringend eine Unterstützung für die Betroffenen her“, sagt der AWO Vorstandsvorsitzende Michael Selck. Diese Gruppe sei einfach nicht mitgedacht worden. „Auch die über 80-jährigen und älteren Menschen, die in alternativen oder ambulanten Wohnpflegeformen leben, haben ein Anrecht darauf geimpft zu werden. Hier muss dringend nachgebessert werden. Für einen wirklichen Schutz der Hochrisikogruppe ist ein unkompliziertes Impfverfahren unerlässlich“, betont Selck.

 

An mehr als 30 Standorten im Land bietet die AWO Pflege Schleswig-Holstein nicht nur stationäre AWO WOHNPflege sondern auch das Konzept der AWO Servicehäuser an. Hier mieten die Bewohner*innen eigenständig eine Wohnung über ein Wohnungsbauunternehmen bis zu ihrem Lebensende an und können selbstbestimmt leben. Die notwendige Pflege wird je nach Bedarf und Gesundheitszustand zusätzlich angeboten. Das Ziel ist es für die Mieter*innen bis zum Lebensende ein Leben in den eigenen vier Wänden, bei gleichzeitiger Sicherheit durch professionelle Pflege, anzubieten. „In unseren Servicehäusern leben teilweise schwer pflegebedürftige Mieter*innen, denen ein Gang zum Impfzentrum in Ihrer Stadt nicht ohne weiteres oder gar nicht zugemutet werden kann. Bei einem Termin mit den mobilen Impfteams in den stationären Einrichtungen können wir diese Mieter*innen nach der aktuellen Regelung nicht berücksichtigen“, sagt der Gesamtleiter der Kieler AWO Servicehäuser, Thomas Lindloff.

 

„Die AWO Schleswig-Holstein fordert daher die finanzielle und personelle Ausstattung weiterer mobiler Impfteams für alternative Wohnpflegeformen“, sagt Selck. 

 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: AWO SH : Mobile Impfteams für alternative Wohnpflegeformen.